Herzlich Willkommen beim neuen Podcast von SMARTUP – “Innovationswelten”!
In “Innovationswelten” tauchen wir tief in die spannende Welt erfolgreicher Startups ein.
In inspirierenden Gesprächen mit Gründer*innen und Entrepreneurs aus ganz Österreich teilen wir deren Erfahrungen, Herausforderungen und wertvolle Lektionen, die sie auf ihrem Weg gelernt haben.
Wir freuen uns darauf, Ihnen spannende Themen und Expertinnen näherzubringen, die für Gründerinnen und Jungunternehmer*innen von Interesse sind. Seien Sie dabei und lassen Sie sich inspirieren!
#14 Xatellite Mobility | David Prenninger & Maximilian Zander
Neues Jahr – gleicher Podcast! Wir begrüßen all unsere Hörer*innen 2026 wieder herzlich zu Innovationswelten – mit neuen Gästen und wie immer mit unglaublich spannenden Themen aus Wissenschaft, Technik und Innovation.
In unserer ersten Episode 2026 heißen wir gleich zwei besondere Gäste willkommen: David Brenninger und Maximilian Zander, die Gründer des aufstrebenden Startups Xatellite Space. Das junge Unternehmen entwickelt moderne, digitale Lösungen für den Bahnverkehr – mit einem klaren Fokus auf intelligente Systeme für den digitalen Ticketvertrieb im Eisenbahnbereich.
Noch vor der Gründung ihres Startups arbeiteten David und Maximilian an einem innovativen Projekt zum vernetzten Ticketvertrieb im Bahnsektor. Dieses entstand mit Unterstützung der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, die den beiden mit fachlichem Know-how und akademischem Umfeld zur Seite stand. Ihr gemeinsames Ziel damals: digitale Lösungen zu entwickeln, die insbesondere das internationale Buchen von vernetzten Bahntickets vereinfachen – ein Thema, das ihnen auch privat immer wieder begegnete.
Beide studierten Informatik, und Maximilian vertiefte seine Expertise zusätzlich mit dem Masterstudiengang „Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen“ an der USTP. Ihre technische Ausbildung, kombiniert mit echter Leidenschaft für den Schienenverkehr, bildete die perfekte Grundlage für ihren weiteren Weg – denn trotz digitaler Fortschritte fanden sie es selbst als begeisterte Bahnfahrer oft überraschend kompliziert, grenzüberschreitende Zugtickets effizient zu buchen.
Die Gründung von Xatellite Space war dabei kein fixer Plan, sondern ein dynamischer und kreativer Entwicklungsprozess. Gestartet mit unterschiedlichsten Ideen – von allgemeiner Reiseplanung bis hin zur Vision einer ultimativen internationalen Buchungsplattform – wurde Schritt für Schritt geschärft, wohin die Reise wirklich geht. Welche Konzepte sich durchgesetzt haben und wie sie sich ihren Weg im wahrsten Sinne des Wortes „gebahnt“ haben – das erzählen sie uns in dieser Episode.
Also: Hör rein und lass dich inspirieren von zwei Entwicklern, die zeigen, dass Innovation im Bahnsektor nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist – wenn technisches Wissen, Mut zum Ausprobieren und echte Begeisterung aufeinandertreffen.
Wir freuen uns auf dich – bei Innovationswelten 2026.
Die FH St. Pölten wurde im November 2025 offiziell zur USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, um ihre internationale Ausrichtung, Forschungstätigkeit und Weiterentwicklung sichtbar zu machen.
Musik von Oleksii Holubiev und music_for_video auf Pixabay.
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Yvonne
Willkommen zu einer neuen Folge von Innovationswelten, einem Format von SmartUP St. Pölten. Heute zu Gast bei mir David Brenninger und Maximilian Zander, die Gründer von Exatelite Space, ein Startup, das digitale Lösungen für den Bahnverkehr entwickelt und in Kooperation mit der FH St. Pölten ein Projekt “Vernetzter Ticketvertrieb” beteiligt war. Herzlich willkommen.
David
Danke, hallo.
Yvonne
Könnt ihr euch vielleicht mal in 23 Sätzen kurz vorstellen?
David
Ich bin David und zusammen mit Max betreiben wir eben das Unternehmen Xatellite und wir bauen moderne Lösungen für den digitalen Ticketvertrieb im Eisenbahnbereich.
Max
Ich bin Max und zusammen mit David, Mitgründer von Xatellite.
Yvonne
Könnt ihr vielleicht den Hörer, Hörerinnen kurz erzählen, was habt ihr studiert, was ist euer Hintergrund, wie seid ihr auf die Idee gekommen?
David
Wir beide haben Informatik studiert und ich hab dann noch auf der Fahr Sankt Pölten Eisenbahntechnologie studiert im Master und ja, wir sind beide begeisterte Eisenbahnfahrer, aber bei internationalen Bahnreisen ist es dann doch oft sehr schwierig, so ‘n Ticket zu buchen.
Yvonne
Wie sahen eure ersten Monate bei der Gründung oder während der Gründung aus?
David
Also, es war insgesamt ‘n recht dynamischer Prozess bei uns. Ich glaub, wir waren beide schon immer begeistert, irgendwas selbst zu machen und es hat sich dann eher so entwickelt. Also, das hat man auch bei der Ideenentstehung quasi gemerkt. Wir haben mit unterschiedlichen Ideen gestartet, von irgendwie Reiseplanung zu der ultimativen Buchungsplattform, von denen quasi, glaub ich, alle träumen. Dann aber natürlich irgendwie kleingliedriger. Wir haben dann gesagt, O. K., wo fangen wir denn an und haben dann überlegt, O. K., alle Probleme, die wir so sehen, die gelöst werden müssten, findet man auch im Nachtzugbereich. Und dann haben wir gesagt, O. K., wir würden gerne eine Nachtzugplattform, auf denen man alle Nachtzüge buchen kann, aufbauen. Auch bei der Idee ist es dann am Ende nicht geblieben, weil wir festgestellt haben, insgesamt sind Nachtzuganbieter oft nicht so gut digitalisiert und dann ist es gar nicht so einfach, ‘ne digitale Plattform aufzubauen, wenn es auf gar keinen digitalen Vertrieb gibt. und von dort ausgehend haben wir dann eben gesagt, O. K., wir wollen eigentlich diese digitalen Tools bereitstellen, die es braucht und genau da sind wir heute auch. Also, wir bauen Ticketing-Lösungen vor allem für Eisenbahnen, um dann solche Plattformen zu ermöglichen, von denen wir eigentlich immer geträumt haben.
Yvonne
Und sprechen wir da von Eisenbahnverkehr in ganz Europa?
David
Ganz Europa, vor allem besonders eben diesen grenzüberschreitenden Verkehr, bei dem es aktuell hapert. Im Blick auf Liberalisierung ist natürlich so in Europa gibt es jetzt immer mehr private Eisenbahnunternehmen auch und besonders auch für die ist es dann schwer, so einzeln buchbar zu sein.
Yvonne
Dein Grund eigentlich Bahntechnologie zu studieren, hing schon mit der Idee der Startups zusammen, dass du einfach auch mehr Wissen erlangst im Bereich Bahntechnologie, oder?
David
Also bei mir persönlich war es so, dass mich einfach das Thema Eisenbahn schon immer fasziniert hat und auch im Bahntechnologiestudium, das ja deutlich breiter ist als nur irgendwie dem Fokus eben auf den Vertrieb, lernt man einfach sehr viel zu dem Thema und hat danach sehr viele Möglichkeiten. Und also, es hat nicht direkt was mit der Gründung zu tun, eher mit privaten Interesse, ist aber natürlich für die Gründung besonders hilfreich gewesen, weil man sehr viele Kontakte in der Branche knüpft über dieses Studium und da ist besonders die F. H. Sankt Pölten sehr gut vernetzt.
Yvonne
Bahntechnologie ist auch meines Wissens nach nur an der F. H. Sankt Pölten möglich zu studieren. Bei der F. H. Sankt Pölten war es ja auch so, dass sie an einem Projekt beteiligt war, nämlich das Projekt Vernetzter Ticket Vertrieb. Wie ist es dazu gekommen?
Max
Interessanterweise, dieses vernetzte Ticket Vertrieb Projekt war dann auch so richtig der Anstoß, auch wirklich eine Firma zu gründen. Davor haben wir relativ lang an diesem Nachtzugthema auch gearbeitet, auch zum Beispiel im Rahmen vom Creative Pre-Incubator an der F. H. Sankt Pölten, aber zur eigentlichen Gründung kam es dann bei uns durch durch dieses vernetzte Ticketvertrieb Projekt, nachdem wir da von dieser Ausschreibung erfahren haben und uns gedacht haben, O. K., das passt eigentlich perfekt zu dem, was wir so machen und zu dem, was wir auch wissen und haben uns da dann mit der F. H. Sankt Pölten zusammengetan und zusammen auf dieses auf diese Ausschreibung beworben und das war jetzt so, dann auch der richtige Anstoß für das, was wir jetzt als Satellite dann auch machen.
Yvonne
Euer Ziel ist es ja auch, Bahnreisen so zugänglich wie möglich zu machen, dass sie eigentlich so einfach ermöglichen, ermöglicht sind, wie zum Beispiel Flugreisen. Wie wollt ihr das konkret umsetzen?
David
Also, wie bereits schon gesagt, also geht es uns vor allem darum, dass wenn sich jemand Gedanken macht, von A. nach B. zu reisen, dass es dann eben keine große Hürde ist, um auf 5 Eisenbahnplattformen irgendwie die Tickets zusammenzusuchen und sich vielleicht dann noch nicht sicher zu sein, ob man überhaupt ankommt. Und genau dieses Problem wollen wir eben lösen, also alles zu vereinfachen, dass es sich anfühlt, wie wenn man vielleicht heute drüber nachdenkt, sich ‘nen Flug zu buchen, man geht auf ‘ne Plattform, man gibt seine Route ein und man bekommt alle Angebote transparent dargestellt und kann dann einfach buchen.
Max
Bei uns geht es vor allem darum, wir wollen nicht unbedingt ‘ne Buchungsplattform bauen oder sowas in der Art, Da gibt es auch andere, die sind da viel besser drin. Was wir machen ist, wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass solche Buchungsplattformen erfolgreich sind. Oftmals scheitert das heute noch daran, dass viele Bahnen keine einheitlichen digitalen Schnittstellen haben und dass es da relativ hohe Hürden für Integration gibt, speziell bei den kleinen Bahnanbietern, die nicht so viel Budget haben für IT et cetera. Und diese Hürden wollen wir aufbrechen Und auch den kleinen Bahnen ermöglichen, dann auf solchen großen Plattformen, wie zum Beispiel Trainline kennt man da, gelistet zu sein und eben gemeinsam Vertrieb zu machen, damit man eben als Fahrgast dann in in einer Transaktion seine komplette Route buchen kann und nicht 5 verschiedene Portale benötigt.
Yvonne
Ist bei dieser Route auch vorgesehen, zum Beispiel so wie bei Flugreisen, dass ich schauen kann, was wäre der günstigste Flug, was wäre der schnellste Flug. mit den wenigsten Umstiegsmöglichkeiten.
David
Solche Suchkriterien sind dann auch bei uns Thema, also ganz viele unterschiedliche Kategorien. Es sind nicht eben nicht nur die klassischen, sondern auch vielleicht sowas wie, was ist die barrierefreieste Verbindung, aber all diese Themen spielen eben auch ‘ne Rolle beim beim Suchen eben einer Fahrt und auch beim Buchen und das wird alles einfacher eben dadurch, dass wir da dran arbeiten, dass das Angebot verfügbar ist und dass eben diese Plattform diese diese Suchkriterien nachher anbieten können am Ende.
Yvonne
Was sind bis jetzt die größten Herausforderungen?
Max
Wenn man sich so den Markt insgesamt anschaut, technische Lösungen gibt es oft schon. Das Problem ist eher, dass häufig diese technischen Lösungen entweder noch nicht oder sehr langsam umgesetzt werden. Also da denke ich jetzt vor allem an einheitliche Standards für Buchungsschnittstellen und insgesamt sind viele Bahnen oft Silos, die sind in ihrem Angebot sehr gut, aber eben die Vernetzung zwischen den Bahnen ist oftmals noch ‘n Problem und das ist teils technischer Natur, teils braucht’s aber auch klare Regulierungen zum zum Wettbewerb und zum gemeinsamen Vertrieb wo auf auf regulatorischer Ebene was passieren muss. Da sieht man aktuell auch sehr viel auf EU Ebene, wo wo in diese Richtung was gemacht wird und ja, ich denk viele viele dieser Punkte wurden damals bei der Liberalisierung des Eisenbahnmarkts versäumt, um eben sicherzustellen, dass die Kombinierbarkeit von Angeboten weiterhin gegeben ist und dass die Interoperabilität zwischen den Eisenbahnen gegeben ist. Also, wenn man sich jetzt zum Beispiel so einen Strecke wie zum Beispiel Wien Paris anschaut und man möchte aber den den ersten Teil mit der Westbahn fahren, dann ist es aktuell nicht möglich in einem Ticket zu buchen und das liegt weniger an technischen Problemen als an regulatorischen Problemen. Und natürlich, wenn man kein einzelnes Ticket bucht, dann bekommt man auch für diese Strecke auch keine Fahrgastrechte und das ist ein Problem für viele internationale Fahrgäste.
Yvonne
Wenn ich es aber richtig verstanden habe, ist es so, wie wenn ich beispielsweise jetzt von Sankt Pölten nach, ich weiß nicht, Dänemark möchte und ihr seht sozusagen als Lösung vor, dass ich schon hier in Österreich mir im Grunde alle Tickets besorgen kann und einfach in Sankt Pölten in den Zug steige und im Grunde kein Ticket Chaos mehr habe, sondern im Grunde jede Fahrkarte schon im Vorfeld mir reserviert habe beziehungsweise gekauft habe. Bei Zügen ist es aber sehr oft so, dass die oft Verspätung haben und wirklich stundenweise Verspätung, dass man den Anschlusszug nicht einmal erreicht. Gibt es auch dafür Lösungen?
David
Das ist auch ‘n bisschen Teil von dem Forschungsprojekt, was wir eben mit der F. H. Sankt Pölten durchführen, weil die E. U. auch genau dieses Thema auch sieht und die eben auch dieses Durchgangsticket ermöglichen möchte. Und Dazu sind Veränderungen notwendig, besonders eben in den vor allem Fahrgastrechten, aber auch eben regulatorisch, dass man überhaupt so ‘n Ticket buchen kann. Weil erst, wenn man es so buchen kann, dann bekommt man eben auch diese Fahrgastrechte, dass im Verspätungsfall man den nächsten Zug oder eine Alternative nehmen darf. Genau, also an diesen Veränderungen forschen wir auch mit und überlegen dort eben, was kann man aktuell anpassen, um da möglichst schnell zu diesem Durchgangsfahrschein zu kommen. Und gleichzeitig ist eben dafür eben auch die technische Ausrüstung der Eisenbahn notwendig. Und auch da haben wir eben unser Produkt, das Open Train Ticketing, was es eben besonders kleinen Eisenbahnen ermöglicht, ihr Angebot digital anzubieten und dann eben diese Vernetzung total vereinfacht. Also sehr kostengünstig für die, dann das mit anderen Eisenbahnen zu kombinieren und soll dann besonders in Zukunft, wenn das eben auch vielleicht vorgeschrieben ist. ein großer Vorteil für kleine Eisenbahnen sein.
Yvonne
Wir sprechen von Europa und du hast gemeint, ihr wollt auch helfen, dass sozusagen generell in Europa überall die Tickets gleich gekauft werden können, die gleichen Rechte vorherrschen. Ist das momentan bereits der Fall oder gibt es da wirklich ländermäßig so starke Unterschiede, dass das eigentlich primär behoben werden müsste, dass ihr eigentlich mit eurer Idee dann vorankommen könntet?
David
Tatsächlich ist es schon auf E. U. Ebene quasi geregelt, wie insgesamt so ‘n Ticketvertrieb aktuell funktionieren kann. Die Regeln, um so ‘n großes Durchgangsticket zu schaffen, sind aktuell noch ‘n bisschen ja sehr offen und so können quasi Eisenbahnen auch entscheiden, sie wollen nur eigenes Angebot vertreiben als Durchgangsfahrschein. Das führt natürlich genau dazu, was auch Max schon erwähnt hat, diese Silobildung, dass die Bahnen in dem eigenen Land sehr stark sind und sehr gute Angebote teilweise anbieten können, aber dann, sobald man über die Grenze geht oder mit ‘nem anderen Anbieter kombinieren möchte, dann ist alles auseinanderfällt. Und genau, also aktuell ist es noch schwierig, aber es wird sich sehr viel verändern in den nächsten wahrscheinlich 5 Jahren.
Yvonne
Was unterscheidet eure Plattform von anderen Plattformen wie Open Train Ticketing, Open Timetable oder Travel Tonight?
Max
Unsere Plattform im Gegensatz zu jetzt größeren Mitbewerbern richtet sich vor allem an an kleinere Anbieter, die jetzt nicht so viel Ressourcen für ihren I. T. Betrieb haben und das deswegen haben wir da auch von Anfang an auf Open Source gesetzt, also die komplette Plattform ist Open Source, wir betreiben die auch für verschiedene Anbieter, aber theoretisch könnte das auch jeder selber tun und haben da sehr stark auf einen Fokus auf Vernetzung gesetzt, indem wir standardkonforme und offene Schnittstellen einsetzen. Also OSDM zum Beispiel ist bei uns als als Vertriebsschnittstelle implementiert, so dass es dann für kleine Eisenbahnen einfach wird, sich zum Beispiel mit anderen Eisenbahnen oder Buchungsportalen zu vernetzen und somit Ihr Angebot eben überregional zugänglich zu machen.
Yvonne
Wie wichtig ist euch nachhaltige Mobilität und wie kann Digitalisierung dabei helfen?
David
Grundsätzlich erwirkt Mobilität ja ungefähr ‘n Viertel der Treibhausemissionen in Europa und deswegen ist es total wichtig, dass wir da eben anpacken und da was verändern. Also uns beiden liegt es auch total am Herzen. Ich glaub, das ist auch einer der Hauptgründe, warum wir überhaupt diese dieses Abenteuer begonnen haben und genau dafür ist es eigentlich total wichtig, dass eben vor allem das Angebot, die Zugänglichkeit zu dem Angebot, verbessert wird. Weil wenn man das Angebot gar nicht sieht oder es nicht finden kann oder es total schwierig ist zu buchen, dann werden das auch weniger Leute nutzen und ja, ich glaub in Österreich sieht man das ganz gut mit dem Klimaticket. Also so einfach zu reisen wie mit dem Klimaticket ist, glaub ich, nirgendwo und genauso einfach kann es auch international werden, wenn man halt eben die Vernetzung gut voranbringt.
Yvonne
Man könnte aber jetzt auch sagen, mit Flugreisen, wenn ich jetzt beispielsweise, wenn ich wieder mein Beispiel hernehme, von Sankt Pölten nach Dänemark möchte, bin ich wahrscheinlich dennoch mit dem Flugzeug schneller als wenn ich mit dem Zug dorthin fahre. Was braucht es aus eurer Sicht, damit mehr Menschen freiwillig auf die Bahn umsteigen?
David
Besonders der Faktor Preis ist ja dann neben der Flugzeit vielleicht noch ‘n entscheidender Faktor. Also da kämpft die Bahn auch immer noch mit quasi ja Besteuerung, die besonders im Flugverkehr ganz unfair gestaltet ist. Also wo Treibstoffe nicht besteuert werden oder auch einfach die Abgaben nicht der Höhe entsprechen, die sie auch an Kosten verursachen. Genau das passiert bei der Bahn eben nichts. Also, wenn man jetzt einen Zug fahren möchte als Eisenbahnverkehrsunternehmen, dann zahlt man quasi Maut, man zahlt für den Strom, man zahlt für natürlich die Fahrzeuge und und da kommen einige Kosten zusammen, die dann im Luftverkehr teilweise dann unfair besteuert werden.
Max
Ich denke, natürlich wird man nicht jeden erreichen, vor allem so auf der Langstrecke, also jetzt 23 Länder weiter. Aber ich denke, viele Leute sind auch bereit, mit der Bahn zu fahren, so von dem, was wir jetzt auch gehört haben, von all den Menschen, mit denen wir bisher gesprochen haben und scheitern aber oftmals dann an eben der Hürde von Zugänglichkeit von Tickets, von eben fehlenden Durchgangsfahrschein et cetera. Genau, also ich denk, da da gibt’s schon noch viele Leute, die man mitnehmen kann, Für die, die Zeit im Zweifelsfall gar nicht so wichtig ist.
David
Nachdem wir quasi eben für uns ist n ganz wichtiges Thema ist und wir wollen, dass quasi alle, die bei uns mitarbeiten und auch natürlich wir selbst auch dem Thema immer nahe bleiben, haben wir eine Policy innerhalb der Firma, dass wir keine. Kurz und Mittelstreckenflüge finanzieren. Das führt dazu, dass wenn zum Beispiel Max und ich, wir waren jetzt letzte Woche in Oslo bei einer Firma zu Gast, dorthin mussten wir natürlich dementsprechend dann auch mit der Bahn reisen und haben da auch einiges erlebt und einiges an Erfahrungen sammeln können, die uns in unserer Arbeit sehr viel hilft. Und gleichzeitig sind wir, glaube ich, dem, was wir an was wir glauben, da sehr, sehr nah dran. Also, Die Hürden spüren wir selbst und es ist teilweise extrem umständlich und und auch schmerzhaft und das zu lernen für unsere Arbeit total wichtig ist.
Yvonne
Mit Travel Tonight habt ihr ein Projekt gestartet, das europäische Nachtzüge sichtbar macht, habt ihr auch kurz angesprochen. Was fasziniert euch daran am meisten?
Max
Nachtzüge sind sind besonders interessant, weil alle Probleme, die der internationale Eisenbahnmarkt in Europa hat, auch auf Nachtzüge zutreffen und man da so ein abgegrenztes Segment hat, wo man eben all die Probleme sehen kann und auch angehen kann, was aber natürlich dann nicht ganz so groß ist wie jetzt der komplette internationale Eisenbahnmarkt. Zusätzlich sind Nachtzüge schon so von der Komplexität des Produkts her das Maximum, was man so findet. Also man hat verschiedenste Kabinentypen, die auch nicht standardisiert sind zwischen den verschiedenen Eisenbahngesellschaften und dementsprechend war das für uns eben so ein sehr interessanter, ich sag jetzt mal, erster Markt, wo man viel auch ausprobieren kann, was man vielleicht in der generellen internationalen Verkehr jetzt nicht direkt direkt aufgrund der Größe und Komplexität da testen kann. Und prinzipiell, wenn man das Problem bei den Nachtzügen löst, dann löst man es überall sonst auch. Das war so unser unser Gedanke, mit dem wir da rangegangen sind und uns diese Nachtzüge eben spezifisch ausgesucht haben. Inzwischen haben wir auch mehr einen Fokus auf Eisenbahn generell und dieser Nachtzug Fokus ist. zwar immer noch da, aber nicht mehr ist so stark wie am Anfang.
Yvonne
Denkt ihr auch für Familien, dass das eine gute Zielgruppe sein könnte, weil man ja oft sagt, dass Familien sich Urlaube nicht leisten können, aufgrund der Flüge, die zu teuer sind, dann das Hotel dort, dass man vielleicht mit solchen Bahnreisen Geld sparen könnte und somit Familien sich eher einen Urlaub leisten können.
Max
Ich denke auf jeden Fall ist auch für für Familien zum Beispiel so eine Nachtzugreise auf jeden Fall attraktiv. Also man kann auch, haben wir jetzt auch schon von von mehreren Personen so aus unserem Umfeld gehört, dass man auch mit Kindern zum Beispiel sehr gut in den Nachtzug nehmen kann. Und ja, ich glaub generell bei bei Familien ist halt vor allem die Planungssicherheit auch wichtig zu wissen, wenn ich mit meinen Kindern dann irgendwie 6 Stunden am Bahnhof stehe und es unsicher ist, ob ich jetzt meinen Anschlusszug überhaupt bekommen oder ob ich dann hier strande. Das ist natürlich sehr schlecht. Deswegen ist gerade da dann eben dieses Thema mit Fahrgastrechten und Planungssicherheit und so besonders wichtig. Das heißt, ich glaub, das ist schon auch sehr, sehr spannend, da dann spezifisch Familien anzuschauen.
Yvonne
Inwiefern spielt multimodale Mobilität, also eine Kombination aus Bahn und Bus oder Bahn und zum Beispiel Leihauto, in eurer Arbeit eine Rolle?
David
Prinzipiell ist das, was wir aufbauen, die Basis für solche multimodale Mobilität. In unserer aktiven Arbeit spielt es aber eher ‘ne Nebenrolle, weil das eben eher auf dem aufsetzen muss, was als Basis, als gute Basis existiert. Also Man kann keine gute Multimodalität anbieten, wenn man das Bahnticket gar nicht verkaufen kann und oder unterschiedliche Stationen im Ausland miteinander nicht kombinierbar sind und dann eben diese diese Reisekette nie zustande kommt. Aber besonders im internationalen Bereich, wo wir ja auch unseren Fokus sehen, ist spielt diese Multimodalität auch noch nicht so ‘ne wirklich große Rolle. Also, man muss jetzt vielleicht mal nur drüber nachdenken, wenn man jetzt irgendwie ‘nen große Reise plant, dann ist der Weg zum Bahnhof vielleicht eher das kleinere Problem als die Reise selbst und und genau da setzen wir eben an, dass wir zuerst mal die Reise sicher und und angenehm machen und dann können dann vielleicht andere auch den multimodalen Teil ergänzen.
Yvonne
Welche politischen oder strukturellen Veränderungen wären eurer Meinung nach notwendig, um nachhaltigen Bahnverkehr in Europa schneller voranzutreiben?
Max
Genau dieses Thema ist auch Fokus der Forschungsarbeit, die wir jetzt mit der F. H. Sankt Pölten zusammen machen und was wir bisher so gesehen haben, ist es natürlich einerseits Investitionen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten versäumt wurden, jetzt vielleicht in Österreich weniger als in anderen Ländern, aber generell dann darüber hinausgehend auch klare Regulierungen von politischer Seite, die diesen Netzwerkeffekt und dieses Netzwerk der Bahnen langfristig sichert und und erweitert, weil das ist das, was am Ende wirklich wichtig ist, ist dieses Thema Vernetzung. Man muss am Ende in der Lage sein, ein ein Durchgangsticket zu buchen und und dafür braucht es mehr Vernetzung unter den Bahnen und ansonsten denke ich, dass auch so ein generelles Umdenken in in der Politik und auch in der Gesellschaft allgemein wichtig ist, um Mobilität wieder mehr als Gemeingut zu sehen und nicht an privatwirtschaftlichen Service, den man irgendwo einkauft.
Yvonne
Was verbindet ihr generell mit der Stadt Sankt Pölten beziehungsweise mit Smartup Sankt Pölten?
David
Ich habe ja hier studieren dürfen und ich muss sagen, insgesamt die F. H. Sankt Pölten hat halt einen sehr innovativen Charakter, Also, selbst wenn man ins Gebäude reingeht, dann merkt man schon, OK, hier ist einiges am Wuseln und genau dementsprechend, ja, war das ‘ne sehr schöne Zeit hier auch als Student. Für uns als Unternehmen war das eigentlich ‘n ziemlicher auch Aufschlagspunkt, weil wir eben am Creative Pre-Incubator teilnehmen durften und da einige Soft Skills gelernt haben, die für uns total wichtig sind. Jetzt also, unterschiedliche Workshops haben wir da absolviert und auch natürlich andere Gründer kennengelernt. und das war allgemein ‘ne sehr spannende Zeit und ‘n sehr spannendes Netzwerk, was uns bis heute eigentlich begleitet.
Yvonne
Habt ihr sehr profitiert, auch am Austausch mit anderen Start-ups während dieser Zeit?
David
Während der Zeit auf jeden Fall. Wir haben allgemein uns da, glaub ich, gegenseitig sehr viel geholfen. Wir haben die ersten Pitches gemeinsam gestaltet und das war wirklich sehr lehrreich insgesamt. Mittlerweile hat es sich ‘n bisschen verlaufen, aber man ist mal immer wieder mal lose im Kontakt und ist auch immer ganz spannend zu sehen, wie sich alles weiterentwickelt und und welche auf welche Ideen unterschiedliche Start-ups kommen, um quasi eigene neue Felder zu erschließen und sich weiterzuentwickeln.
Yvonne
Ihr habt mir auch erzählt, dass im Grunde diese Idee von eurem Start-up relativ früh aufgekommen ist. Gab es dazwischen irgendwie so Gedanken wie, nein, das wird jetzt doch nichts, wir hören auf, aber wir kommen nicht voran und dann wieder, nein, wir geben nicht auf, wir machen weiter. Gab es solche Momente?
Max
Es gab es ist sicherlich Momente, wo wir, wo wir uns irgendwie unsicher waren, ob wir da dahin kommen, wo wir, wo wir hin wollten. Aber zumindest von meiner Seite gab es irgendwie nie den Moment, wo ich mir dachte, OK das das das wird nichts, jetzt sollten wir vielleicht besser aufgeben. Ich glaub wir haben immer irgendwie einen Weg vorwärts gesehen, Und haben es immer wieder geschafft, uns auch gegenseitig wieder zu motivieren und zu sagen: ‘O.K., nein, komm, wir schaffen das.’ Und ich glaub, da ist es auch ganz, ganz wichtig, dass man eben jemanden mit dabei hat als Mitgründer, der dann auch, wo man sich dann auch gegenseitig motivieren kann und und dann auch über die Probleme redet und Lösungen findet und so immer irgendwie ‘nen Weg vorwärts hat.
Yvonne
Wie kam die Idee von der Gründung eures Start-ups bei euren Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern an?
Max
Wir hatten ein bisschen ein Vorteil, so im im Freundes und Bekanntenkreis, dadurch dass das Thema, was wir bearbeiten, doch 1 ist, was was jeder auch kennt und wo jeder auch schon mal die Probleme gesehen hat. Das heißt also, wenn ich so von der Idee erzählt hab, dann kam von von jedem immer erstmal so Ja, och, lass mir, lass, lass mal meine Bahn-Horrorgeschichte erzählen, so nach dem Motto. Also ich, ich glaub, die ja, der, der der Pain war schon bei allen sehr, sehr spürbar und das war dann natürlich auch immer ziemlich irgendwie motivierend für uns zu sehen. O. K., da gibt es wirklich was zu tun und das ist auch so ein universelles Thema, was was sehr viele Menschen verbindet und dementsprechend haben wir dann aber auch immer. zumindest so in in unserem Freundeskreis und so ziemlich viel Unterstützung erfahren, weil weil weil halt alle auch das Thema verstanden haben.
Yvonne
Was war bisher die größte Herausforderung für euch, also sowohl technisch gesehen als auch organisatorisch oder persönlich.
David
Insgesamt haben wir natürlich alles quasi ja, wir haben den Sprung ins kalte Wasser gewagt und alles irgendwie learning by doing gelernt und es kommen immer wieder neue Themen, die für uns total neu sind und wo wir natürlich auch erstmal ‘nen Moment brauchen und neue Dinge lernen müssen. Ich denk, das war auch ist natürlich ‘ne große Challenge, wenn man jetzt aus einem etablierten Betrieb mit viel Arbeitserfahrung kommt und dort vielleicht eine innovative Idee hat und die umsetzen möchte, dann tut man sich da vielleicht leichter, weil man natürlich alles vielleicht schon kennt, auch wenn man dann vielleicht sich wieder mit Themen beschäftigen muss, die einem noch nie aufgekommen sind, also vielleicht Personalmanagement oder Finanzen und das sind alles Themen, zu denen wir mittlerweile sehr viel Erfahrung gesammelt haben und und ich glaube, es hat auch alles sehr gut funktioniert, aber es ist schon teilweise auch sehr challenging. Und was man vielleicht auch sagen muss, wir haben natürlich jetzt mittlerweile ein kleines Team und wir machen das aber alles sehr remote. Wir haben zwar ‘n Büro in Wien, aber genau, unsere Teammitglieder sind eigentlich im ganzen deutschsprachigen Raum verteilt Und dementsprechend ist auch das natürlich manchmal challenging. Also, wenn man wochenlang einander nicht sieht, aber also nur die virtuell sieht und und da viel zu besprechen hat, ist das natürlich was ganz anderes, wie wenn man jetzt irgendwie im Büro arbeitet. Und gleichzeitig ist es dann umso schöner, wenn man irgendwie auf ‘n Team Retreat fährt und wir dort alle sehen und man merkt wirklich, das Team ist dann auch richtig motiviert und ja. es funktioniert jetzt mittlerweile auch sehr gut.
Yvonne
Aus wie vielen Personen besteht das Team und hat jeder spezielle Aufgaben?
David
Außer mir und Max sind noch 6 andere Personen dabei, also wir sind zu 8 insgesamt und ja, es sind mittlerweile doch sehr spezifische Aufgaben, die sich herauskristallisiert haben. Wir sind ‘n großes Entwicklungsteam und bei dem auch Max und ich immer wieder noch was anpassen und und auch, also wir sind beide sehr tief in der Entwicklung auch involviert. Genau, und dann haben wir eben ganz klassisch einmal Finanzen, was auch sich klar herauskristallisiert hat als eigener Bereich, aber genau, es ist schon sehr, sehr spezifisch, aber gleichzeitig hat, glaub ich, jeder im Unternehmen noch Einblick über alles, was passiert und wir sind auch insgesamt sehr offen gestaltetes Unternehmen. Also gibt es nichts, was irgendwie im Verborgenen bei uns passiert.
Yvonne
Wo wollt ihr euch selbst in 5 Jahren sehen?
Max
Aktuell sind wir immer noch so in der Wachstumsphase, Und ich denke, wir werden das Team in den nächsten Jahren oder auch Monaten definitiv noch ein bisschen ausbauen. Insgesamt arbeiten wir natürlich jetzt drauf hin, noch einen stärkeren sichtbaren Impact zu haben. Wir sind gerade dabei, Open Train Ticketing bei einigen Bahnen in den Einsatz zu bringen. Also, es gibt schon Partner, die Open Chain Dicting im Einsatz haben und das hoffen wir, dass jetzt in den nächsten Monaten auch noch einige mehr dazu kommen. Und ansonsten haben wir insgesamt, glaube ich, sehr viele Ideen für die Zukunft und sind da gerade auch dabei, mit mit verschiedenen Partnern Projekte umzusetzen. Also auch dieses Thema mit denen nachzugreifen ist ist bei uns inzwischen auch mehrfach wieder aufgekommen. Da arbeiten wir auch gerade mit einer Plattform zusammen, um da eben dann vernetztes Ticketing zu ermöglichen im Nachtzugbereich und ich glaub, da gibt’s noch sehr viele coole Challenges in den nächsten Jahren.
Yvonne
Hättet ihr vielleicht einen Ratschlag an Gründer, Gründerinnen, die erst am Starten sind und vielleicht noch Bedenken haben, ob das was werden könnte?
David
Generell kann man sagen, einfach mal machen. Man lernt dann eh sehr schnell, ob Dinge funktionieren oder nicht und auch glaube, das wäre der zweite Ratschlag von mir, einfach mal auf Leute zugehen, die Idee präsentieren und schauen, wie sie ankommt und wenn sie sehr gut ankommt und sich vielleicht daraus ‘n Business Case stricken lässt, dann auf jeden Fall starten und probieren. Es lohnt sich.
Max
Das kann ich, kann ich so auch nur unterschreiben, Also, vor allem das das frühe Validieren mussten wir auch erst lernen, aber ich glaub, das ist auch ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Also, je früher man mit Leuten redet über seine Idee und die Idee irgendwie nach außen trägt, desto früher bekommt man auch sehr wertvolles Feedback. und ich glaube, das ist sehr wichtig.
Yvonne
Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, was würdet ihr euch für euer Unternehmen wünschen?
David
Bis jetzt muss ich sagen, sind alle Wünsche, die ich irgendwie dem Unternehmen gegenüber hätte, in Erfüllung gegangen und ich dementsprechend wäre auch, glaube ich, mein Wunsch in die Zukunft, dass wenn wir weiter Erweiterungen für das Team suchen, Personen, die bei uns mitmachen, dass wir genauso tolle Leute finden, wie wie sie jetzt gefunden haben, dann sind, glaube ich, schon alle meine Wünsche erfüllt.
Max
Das wäre auch mein Wunsch so für die Zukunft, dass wir, dass wir weiterhin an an Themen arbeiten, die die uns Spaß machen und wo wir, wo wir irgendwie mit vollem Herzblut dabei sind. Ich glaub, das ist sehr wichtig.
Yvonne
Das wünsche ich euch natürlich auch und ich möchte mich an der Stelle bei euch beiden bedanken, dass ihr euch Zeit genommen habt für dieses Interview, für die Fragen, die ihr beantwortet habt. Ah, vielen Dank, dass ihr da wart.
David
Sehr gerne.
Max
Ja, vielen Dank, dass wir da sein durften. Danke.
Vergangene Folgen
Folge #13 Scopri | Mateo Primorac
In dieser Episode nehmen wir dich mit auf den Weg von Mateo Primorac, der aus seiner Leidenschaft für Werkstoffwissenschaften und Innovation das KI-Tool Scopri entwickelt hat – ein Tool, das Patente und wissenschaftliches Wissen blitzschnell auffindbar macht und Teams dabei unterstützt, diese Informationen effektiv zu nutzen.
Mateo begann seinen beruflichen Weg an der Montanuniversität Leoben im Bereich Werkstoffwissenschaften. Bereits während seines Studiums zeigte sich sein Interesse daran, wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah anzuwenden. Für seine Diplomarbeit ging es ihn nach UC Berkeley in Kalifornien, wo er seine Ideen weiterentwickelte und den Grundstein für seine spätere Arbeit legte.
Die Idee zu Scopri entstand aus einem konkreten Problem: 2017 entwickelte Mateo Elektromotoren und musste 368 Patente analysieren und extrahieren – ein enorm aufwändiger Prozess. Genau hier erkannte er das Potenzial, die Suche nach technischem Wissen zu vereinfachen und für Teams nutzbar zu machen.
Scopri leitet sich vom italienischen Wort skoprire ab, was „entdecken“ bedeutet. Gleichzeitig ist es eine Aufforderung an die Nutzer:innen, selbst zu entdecken – genau wie man es als Kind tut. Mateo verbindet mit dem Tool also nicht nur Effizienz in der Patent- und Wissensrecherche, sondern auch die Freude am Entdecken und Forschen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt für Mateo ist seine Begeisterung für die Renaissance, eine Zeit, in der Wissenschaften, Technik und Kunst eng miteinander verwoben waren. Inspiriert davon, sieht er in Scopri eine Möglichkeit, technisches Wissen interdisziplinär und kreativ zu nutzen.
Im Podcast erzählt Mateo, wie er Scopri entwickelt hat, welche Herausforderungen er auf dem Weg gemeistert hat und wie Werkstoffwissenschaften und Patentanalysen perfekt zusammenpassen. Er spricht darüber, wie wichtig es ist, Informationen effizient zu erschließen und gleichzeitig neugierig zu bleiben – für Innovation, Teamarbeit und kreative Lösungen.
Hör rein und lass dich inspirieren von einem Forscher und Entwickler, der zeigt, dass Neugier, Wissenschaft und Technologie Hand in Hand gehen – und dass es möglich ist, innovative Ideen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.
Musik von Oleksii Holubiev und music_for_video auf Pixabay.
Automatisch generiertes Transkript (kann Fehler enthalten)
Yvonne
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unserer Podcast-Serie Innovationswelten. Ein Format von SmartUp St. Pölten. In unserem Format suchen wir nach neuen, kreativen und vor allem innovativen Ideen. Heute zu Gast bei mir Matteo Primoratsch. Mateo ist der Gründer von Scopri, einem KI-Tool, das hilft, Patente und wissenschaftliches Wissen blitzschnell zu finden und im Team zu nutzen. Matteo, herzlich willkommen und vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.
Mateo
Ja, vielen Dank auch für die Einladung.
Yvonne
Könntest du vielleicht kurz erklären, wo hast du studiert, was hast du studiert und wie bist du auf die Idee deines Startups gekommen?
Mateo
Also, ich hab an der Montan Universität Leoben Werkstoffwissenschaften studiert und habe dann meine Diplomarbeit an der UC Berkeley in Kalifornien geschrieben. Und die Idee ist eigentlich nicht direkt aus dem Studium herausgekommen, aber es hat dennoch auch sehr viel mit dem Studium zu tun. Also einerseits Werkstoffwissenschaften sind die Basis von jeder technologischen Innovation. Und genauso auch Patentanalysen, mit denen wir uns aktuell sehr stark auseinandersetzen. Deswegen passt es eigentlich sehr gut zusammen.
Yvonne
Was bedeutet Scopri genau?
Mateo
Scopri leitet sich ab vom italienischen Wort Scoperire. Das bedeutet entdecken. Und Scopri ist die Aufforderung an Personen zu entdecken. Das, was wir eigentlich seit Kindesbeinen immer wieder machen, nämlich zu entdecken, Neues zu erforschen. Und das ist genau dann das auch, was wir mit unserem Tool bewirken wollen. Und ein zweiter Aspekt, also ich bin ein sehr großer Fan der Renaissance, zum Beispiel Leonardo da Vinci, das sind alles Universalgelehrte, haben sich mit vielen ganz unterschiedlichen technischen, wissenschaftlichen Themen auseinandergesetzt. Und das sind eigentlich die zwei Hauptgründe, wieso das Unternehmen so heißt.
Yvonne
Du hast es, glaube ich, eh auch ganz kurz angesprochen, mit welchem Problem du dich genau befassen wolltest. Könntest du das vielleicht auch noch in drei, vier Sätzen den Hörern/Hörern erklären?
Mateo
Begonnen hat alles circa 2017. Und ihr habt damals Produkte entwickelt, nämlich Elektromotoren. Bei einer österreichischen Technologiefirma, nämlich bei der Firma MIBA in Oberösterreich. Und da war meine allererste Aufgabe war es, 386 Patente zu analysieren. das Wissen zu extrahieren und dabei dann die Innovationen von morgen mitzugestalten. Und das hat mir damals so circa zwei Monate meines Lebens gekostet, sage ich mal. Und genau diese Zeit war dann nicht, die ist nicht zur Verfügung gestanden für, sagen wir mal, Prototypen zu entwickeln, mit Kunden zu sprechen. Und damals habe ich gesagt, das soll eigentlich nie wieder jemanden passieren. Und das hat dann noch ein bisschen gedauert, weil die K.I. war einfach zu der Zeit noch nicht so weit. Aber dann ab 2020 haben wir uns wirklich ganz intensiv damit auseinandergesetzt.
Yvonne
Wer gehört noch zu deinem Team?
Mateo
Der C.T.O. ist der Tobias Reitmeier. Mit ihm habe ich oder vor über 5 Jahren habe ich ihm einmal das erste Pitchteck geschickt und habe gesagt, du, Das ist so wichtig, dieses Thema. Das müssen wir uns einfach gemeinsam ansehen. Und wir haben dann begonnen, das als Freizeitprojekt aufzusetzen. Der Tobias ist eigentlich der Kopf hinter der ganzen KI-Technologie. Und vor circa eineinhalb Jahren ist der Georg Arnold auch dazugekommen. Der Georg hat über zehn Jahre geforscht im Bereich Quantencomputing, Quantenphotonik, ist Austria und Er ist jetzt auch im Co-Founding-Team von uns.
Yvonne
Ich habe auch erfahren, ihr habt gerade einen neuen Investor gefunden. Wie war dieser Prozess für euch persönlich?
Mateo
Es sind sogar 2 Investoren. Also, es ist die Angels United und Bernhard Klemen und wir sind sehr, sehr happy, dass wir mit beiden Organisationen zusammenarbeiten dürfen. Die sind wirklich tipptopp Leute, haben ein sehr tiefes Verständnis von der Materie. Und unterstützen uns wirklich nicht nur in Start-up-relevanten, sondern auch in persönlichen Themen. Wir haben zwei Runden eigentlich gemacht. Die erste Runde haben wir komplett verbockt, wenn man das so sagen kann. Weil wir damals einfach nur mit einem sehr schlechten Pitch-Deck in den Markt gegangen sind und eigentlich großen Namen auch hinterhergelaufen sind. Ich habe über, weiß nicht, 75 Investoren circa angeschrieben und die Rückmeldequote war sehr gering. Wir haben vielleicht zehn Rückmeldungen bekommen und dann haben wir fünf Termine geführt und nur ein, zwei detailliertere Gespräche. Wir haben uns dann fokussiert und sind nur mal ganz explizit auf Kunden gegangen, haben dann das verarbeiten können, unsere Kommunikation verbessert, unser Pitch-Tech verbessert. Da hat uns insbesondere der Mike von Jodel IEO und die Sandra von Akzent geholfen. Und dann sind wir nur mal eine zweite Runde herausgegangen, haben dann schon ganz genau gewusst, wer könnte denn zu uns passen? Wo ist der Investmentschwerpunkt? Mit welchen Messages gehen wir an Personen heraus? Und hatten dann eine wesentlich bessere Rückmeldequote. Da spricht man von 30, 40, 50 Prozent. Und haben dann eigentlich, wie gesagt, mit Angels United und Bernhard Clemen die perfekten Investoren für uns gefunden.
Yvonne
Bei deiner ganzen Erzählung kommt aber auch heraus, dass es sehr schwierig ist, mit einem Start-up sozusagen einmal ins Laufen zu kommen. Ist es generell wirklich so, wie man sich die Start-up-Welt vorstellt? Man hat eine supertolle Idee, ich glaube, man ist der Erste auf dem Markt, ist mit der Idee erfolgreich und dann hat man voll viel weiß ich nicht. Geld, Erfolg und sehr viel Freizeit, ist das wirklich der Fall oder sieht das Leben eines Start-ups anders aus?
Mateo
Es ist so, dass man sich als Start-up umsehen muss. Man muss sich ändern, man muss sich anpassen, man muss adaptiv durch die Welt gehen. Man muss schauen, in was für eine Richtung bewege ich mich denn. Und so eigentlich so kleine Schritte, Schritt für Schritt, setzen. um da etwas Großes kreieren zu können.
Yvonne
Ja, manche sagen auch oft so, ein eigenes Unternehmen zu gründen ist mehr oder weniger ständig zu arbeiten und ständig für sich zu arbeiten. Würdest du dem zustimmen?
Mateo
Absolut, also Leute haben uns verrückt gehalten, aber meine Frau, die Lisa, und ich haben uns zu eigentlich zur selben Zeit selbständig gemacht mit 2 unterschiedlichen Unternehmen. Sie im stationären Einzelhandel als digitalisierteste Boutique und im KI-Bereich. Und da war es wirklich so. Also man muss ständig an sich arbeiten, man muss ständig schauen, was tut sich am Markt, wo will ich mich hin entwickeln. Und so formt man sich dann eben, wie gesagt, Schritt für Schritt seinen Weg. Und den muss man dann einfach konsequent beschreiben.
Yvonne
Die Reaktion eigentlich in deinem persönlichen Umfeld, waren die begeistert von der Idee, dass du dich und deine Frau auch noch selbstständig gemacht oder haben die gemeint, das ist Wir sehen, das klappt ja bei den wenigsten. Warum probiert sie das oder wie war die Reaktion?
Mateo
Die Personen auch in unserem familiären, freundschaftlichen Umkreis, die haben die Hände zusammengeschlagen. Die haben gesagt, was macht ihr da jetzt? Es war Covid, die Pandemie war gerade voll im Gange. Und wir sind mit der Idee ums Eck gekommen, uns selbstständig zu machen. Und man sieht ja jetzt auch, wie sich zum Beispiel der Handel entwickelt. Man sieht jetzt auch natürlich KI. Da ist immer so, boah, das machen ja eh die Großen. Wie soll man sich da differenzieren? Und wir haben nicht die Mittel dazu etc. Aber wenn man wirklich fokussiert arbeitet, wenn man richtig kommuniziert, wenn man die perfekten Netzwerke hat, dann ist auch das möglich.
Yvonne
Was verbindest du mit SmartUp St. Pölten.
Mateo
Ich bin seit 1999 lebe ich in St. Pölten, bin dort zur Schule gegangen. Und bin dann mit circa 17 oder 18 weggezogen. Und habe mir damals gedacht, ich werde nie wieder zurückkommen. Ich war dann viel im Ausland. Shanghai, in der Slowakei, zweimal in den USA, in Deutschland, Berlin, Stuttgart etc. Und bin dann im November 2018 zurückgezogen. Und für mich hätte es eigentlich keine bessere Stadt gegeben, um zu leben. Also einerseits habe ich die direkte Verbindung zum Beispiel zu Wien oder zu Linz oder Generell auf der Weststrecke zum Flughafen oder bis nach Deutschland. Aber es entwickelt sich auch extrem viel in St. Pölten und zwar in die richtige Richtung. Das ist dank der Politik, aber auch dank den Unternehmen, dank der Fachhochschule, dank den universitären Einrichtungen. Und da entsteht aus meiner Sicht was ganz was Großes. Langsam, aber stetig. Mit SmartHub verbinde ich wirklich irrsinnig viel, weil im Februar 2023 haben wir das Glück gehabt, dass wir das SmartHub-Stipendium bekommen haben. Und das war wirklich der Startschuss dann auch für externe Softwareentwicklung, dass man sich nur einmal detaillierter mit dem Thema auseinandersetzt. Was sind die Märkte, die für uns relevant sind etc. Und wohlgemerkt, es war alles. Entweder kurz davor oder danach, als ChatGPT gekommen ist. Also wir haben uns schon wesentlich früher mit den Themen auseinandergesetzt und haben dann dank dieser Unterstützung auch wirklich die ersten Schritte machen können.
Yvonne
Es geht ja bei euch um KI. Eigentlich könnte man das von überall aus machen oder das ist jetzt nicht wirklich an einem Wohnort gebunden. Warum ist es trotzdem so wichtig oder so für euch, dass ihr von St. Pölten aus das macht.
Mateo
Also so truth be told, wir hätten natürlich auch irgendwo anders hingehen können und spielen natürlich immer wieder auch mit dem Gedanken. Egal ob es jetzt, weiß nicht, im Silicon Valley ist oder in anderen Deep Tech Hotspots, die wir jetzt besucht haben, Toronto oder Paris oder etc. Aber es war bei uns wirklich eine strategische Entscheidung in St. Pölten zu gründen. und in St. Pölten vorerst zu bleiben. Das Ökosystem ist ein ganz ein starkes, wie gesagt, von der Politik her, von der Stadt St. Pölten, vom Land Niederösterreich. Wir haben einen irrsinnig starken Inkubator aus meiner Sicht. Es entsteht auch viel. Wir haben starke Netzwerke, zum Beispiel die Founders St. Pölten. Wir haben ganz viele universitäre Einrichtungen. Also wir haben selbst recruited von diesen universitären Einrichtungen, vom East Austria, aus Klosterneuburg, von der FH Krems und von der FH St. Pölten. Das heißt, wir setzen ganz lokal auf diese Forschungseinrichtungen, dass wir da auch wirklich am Puls der Zeit bleiben, haben starke Netzwerke, haben die Politik im Hintergrund. Und das macht es einfach gut, dass man da oder nicht nur gut, sogar sehr gut, dass man da einfach einen Standort haben, auf den man auch langfristig setzen kann.
Yvonne
Ich habe eigentlich von KI nicht wirklich so viel Ahnung, aber wie ist es eigentlich weltweit gesehen, welche Länder sind führend bei KI und in wo würdest du Österreich sozusagen einreihen?
Mateo
Also führend ist aus meiner Sicht ganz klar eher die USA plus China. Sie haben einfach die höchsten finanziellen Ressourcen. Sie haben sehr viel Talent, das dahintersteckt. Einfach auch Personen, also von der Anzahl der Personen her, von der Erfahrung der Personen her, von wie lange bin ich denn in diesem Thema schon drinnen. Und gleichzeitig im nächsten Atemzug muss man auch sagen, wir in Europa müssen uns nicht verstecken. Wir haben auch extrem gute Forscherinnen. Ich denk da zum Beispiel an die Professorin Iwona Brandic von der T.U. Wien, mit der wir seit über zweieinhalb Jahren in Kontakt sind. Die denkt da zum Beispiel an den Professor Sepp Hochreiter aus Linz. Also da haben wir schon auch in Österreich Top-Personen, die da an der K.I.-Entwicklung arbeiten. Wenn auch, man muss da einfach wesentlich mehr Kapital investieren, man muss da wesentlich mehr Infrastruktur schaffen. Aber da weiß ich jetzt auch schon aus den Gesprächen, die ich führe, sei es auf der TU Wien, East Austria, dass da wirklich auch dieses Kapital in die Hände genommen wird, um Infrastruktur zu schaffen, um die KI-Entwicklung vorantreiben zu können.
Yvonne
Du hast sogar Mitarbeiter und und Mitarbeiterinnen von namhaften Unternehmen abgeworben. Wie schafft man das als Start-up?
Mateo
Einer der größten Coups war, glaube ich, dass wir in einer frühen Phase, wo wir gerade einen Monat gegründet wurden, haben wir eine Person abwerten können, sag ich mal, oder eigentlich nicht abwerten, sondern überzeugen können. bei uns zu beginnen. Vom Gehalt her kann man da nicht mithalten als Startup. Also da spricht man jenseits der halben Million Euro Jahresgehalt. Und das heißt, womit kann man junge Personen auch motivieren? Das sind aus meiner Sicht oder aus unserer Sicht so Themen wie die Vision, wie das Thema Purpose. Also was will ich denn wirklich als Unternehmen bewegen? Und das ist ganz, ganz wichtig, damit man einfach danach das Beste aus jeder einzelnen Person herausholen kann. Und wir haben in unserer Firma oder in unserem Unternehmen drei Kernwerte definiert, nach denen wir eigentlich jegliche Entscheidung treffen. Das sind Punkt eins Vertrauen, Punkt zwei Innovation und Punkt drei Klarheit. Und gepaart mit einer extrem starken Mission, nämlich die Beschleunigung des weltweiten technologischen Fortschritts, erzielen wir da einfach sehr gute Ergebnisse und bauen unser Team Stück für Stück auf. Und andere Personen oder Unternehmen, die wollen einfach mit uns zusammenarbeiten und das finden wir super.
Yvonne
Warum ist es so wichtig oder so interessant für Forschung und Entwicklung, sozusagen euer KI-Tool zu verwenden. Was kann es?
Mateo
Die Problematik, die wir aktuell sehen, ist, dass die Personen, die die Entwicklung, die die Innovation, die die Forschung machen, einfach keinen Zugänge ähnlichen und B. vertrauenswürdigen Zugang zu einer Software haben, die in Minutenschnelle, also wirklich extrem schnell, hochkomplexe technologische Dokumente analysieren kann. Im ersten Schritt sind es zum Beispiel Patente, aber dann geht es auch in Richtung wissenschaftliche Publikationen, globale Newsquellen, Standards, Normen et cetera. Und da brauchen genau diese Personen, die die Innovation erschaffen, Die brauchen da aktuell wochenlang oder sogar monatelang dafür oder müssen extrem viel Geld in die Hand nehmen. Und genau da wollen wir ansetzen, weil wir gesehen haben, dass so ein Tool fehlt. Also das einerseits so zugänglich ist wie, sagen wir mal, ChatGPT oder jeglicher GenEI-Chatbot, aber auf der anderen Seite so vertrauenswürdig wie Top-Experten oder Expertinnen in dem Bereich. Und genau das wollen wir den Leuten in die Hand geben, damit zum Beispiel dann diese Innovationen schneller durchgeführt werden können, damit ich einen richtig guten Überblick über den Markt, meinen Mitbewerb habe, damit ich auch weiß, in welche Richtungen könnte ich denn sonst noch gehen und das Ganze soll mich einfach unterstützen.
Yvonne
Geht es eigentlich wirklich darum, noch dass man Patente so schnell machen kann, ist nicht das Eigentliche oder das Geniale, was ihr könnt, dass ihr sozusagen sagt, wir schaffen es, von statt Monate, Minuten dafür zu brauchen. Das schaffen andere KI-Tools nicht, dass das schon eigentlich eine Höchstleistung ist, die ihr da geschafft habt.
Mateo
Wir verwenden da nicht diesen, sag ich mal, Zugang, der sonst in der Industrie oder am Markt verwendet wird, dass ihr ein großes oder sogar ein kleines Sprachmodell habt, so Large Language Models, Small Language Models. Und ich tue dann genau dieses Modell befragen. Nein, wir erstellen hochindividuelle KI-Modellarchitekturen vollautomatisiert zu hochspezifischen Themengebieten. Und dadurch kann ich dann einfach wesentlich spezifischer Recherchen durchführen. Ich kann wesentlich spezifischer analysieren. Ich kann die Nadel im Heuhaufen finden. Und das Ganze, also die absolut schnellste Patentanalyse, da haben wir dann auch GPU-Cluster verwendet zum Modelltraining. Das war in unter 20 Minuten abgeschlossen.
Yvonne
Und hier schneidet aber dieses KI-Tool immer auf das jeweilige Unternehmen zu. Sprich, wenn beispielsweise ein Unternehmen jetzt in der Forschung Ganganalyse analysiert, bräuchten die ja nur Patente, die in diese Richtung gehen. Das heißt, das K.I. Tool, das sie von euch dann erhalten, geht nur in diese Richtung und dass dann sozusagen das Programm schaut, wer forscht schon in dieselbe Richtung, welche Patente gibt es schon am Markt, habe ich das so richtig verstanden?
Mateo
Absolut richtig, ein Zusatz nicht nur für ein Unternehmen, sondern sogar für jede Person und jedes Themengebiet. Es ist ein Unterschied, ob ich zum Beispiel in der chemischen Verfahrenstechnik Molekülstrukturen analysiere oder ob ich in der Stahlindustrie Legierungselemente analysiere oder vielleicht in der Quantentechnologie wieder spezifische Informationen habe.
Yvonne
Und euer K.I. Modell sucht ja auch in Echtzeit. Wo ich mich aber gefragt habe, Patente gibt es ja schon seit Jahrzehnten, Jahrhunderten. Ihr könnt ja im Grunde nur zugreifen ab einem bestimmten Zeitpunkt wahrscheinlich, dann also ab dem Zeitpunkt, wo man alles elektronisch abgespeichert hat.
Mateo
Ich habe jetzt erst vor kurzer Zeit einen Vortrag vorbereitet und habe ein bisschen recherchiert und da habe ich zum Beispiel ein Patent gefunden von Otto Lilienthal aus dem Jahr 1893, glaube ich. Das heißt, alles, was digitalisiert ist und verfügbar ist, auf das können wir dann auch zugreifen. Und das ist auch zum Beispiel ein großer Unterschied zu ChatGPT oder Perplexity. AI hat jetzt erst vor kurzer Zeit, letzte Woche, auch ein Patent-Research-Tool auf den Markt gebracht. Und die schauen sich vielleicht drei, fünf, zehn Patente an. Aber wir schauen uns das eben ganzheitlich an, in Echtzeit, von offiziellen Patentquellen. Und das ist ein ganz großer Unterschied.
Yvonne
In technischen Anwendungen ist es entscheidend, dass die KI keine falschen Informationen liefert. Wie stellt ihr sicher, dass das nicht passiert? Beziehungsweise, warum ist das so wichtig für die Arbeit von Forschenden und Entwicklern?
Mateo
Ich habe noch immer. Large Language Models einfach probabilistische Herangehensweisen. Das heißt, ich sage mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorher, was ist mein nächster Token und das fasse ich halt zusammen und dadurch kann es halt passieren, wenn ich einen sehr großen Datenkörper habe, dass ich dann sage, okay, jetzt gibt mir das KI-Modell das, die und die Information heraus, aber die kann auch falsch sein. Die Halluzinationen versucht man natürlich einzugrenzen, aber prinzipiell bekommt man dieses Probabilistische sehr schlecht in den Griff, wenn es wirklich um ganz spezifische Informationen geht. Und man kann da einfach auch andere Wege gehen und diese Informationen dann anders darstellen. Was wir zum Beispiel tun, ist, wir zeigen immer den Originaltext an. Das heißt, ich bin zum Beispiel auch gegen Urheberrechtsthemen schon vorbereitet. Ich zeige immer den originalen Inhalt an. Ich bin per se nicht dazu geneigt, Halluzinationen zu ermöglichen. Und wir setzen zum Beispiel auch diese Gen AI oder Large Language Model, Small Language Models nur dort ein, wo es wirklich einen Mehrwert auch in der Vereinfachung der Interaktion der einzelnen Personen mit unserer Software hat. Und da kann man dann gewisse Maßnahmen setzen, dass eben auch solche Halluzinationen minimiert werden.
Yvonne
Wenn es um Patente geht, ist es ja einfach so, entweder es gibt dieses Patent oder es gibt es nicht. Das heißt, in dem Fall hab ich mir gedacht, wie kannst du überhaupt zu einer Fehlermeldung kommen? Beispielsweise, wenn ich jetzt eine Frage stelle und die K.I. findet nichts dazu, dann kommt wahrscheinlich kein. Suchergebnis gefunden oder irgendetwas in die Richtung. Also kann es überhaupt zu Fehlern kommen?
Mateo
Ich denke schon, dass es zu Fehlern kommen kann. Was man zum Beispiel in der Patentliteratur sehr oft einsetzt, sind Synonyme. Das sind Schlagwörter, die vielleicht eine ähnliche Bedeutung haben, dass man ganz bewusst auch andere Firmen, Unternehmen oder Einzelpersonen in eine falsche Fährte lockt oder vielleicht das schwer auffindbar ist. Und das muss eigentlich alles mitberücksichtigt werden. Und ich muss zum Beispiel ganz genau wissen, gibt es denn das Patent wirklich schon mit diesen Merkmalen, mit diesen Charakteristiken zum Beispiel von diesen Personen für diese Märkte? Also, das sind schon ganz viele Fragen, die ich beantworten muss, weil dahinter können dann strategische Entscheidungen sein, die mir auch, ja, die unternehmensrelevant sein können. Und da müssen wir zu 100, 100% ist immer als Techniker schwierig gesagt, aber die immer. zu einem sehr großen Anteil absichern müssen, damit es ja nicht zu Fehlern kommt.
Yvonne
Ein wichtiges Stichwort bei euch ist eben auch Zusammenarbeit. Das hast du ja auch vorhin auch schon erwähnt. Was macht eure Plattform im Teamalltag so anders als ein klassisches Tool?
Mateo
Man kann einfach zum Beispiel als Team an einzelnen Themenfeldern zusammenarbeiten, wie wenn die Person neben mir sitzen würde. Und jegliche Interaktion mit dem System, mit unserer Software, wird dann auch wieder für das KI-Modelltraining verwendet. Das heißt, ich kann dann einfach über Zeit durch unterschiedliche Sichtweisen von meinem Team auch das KI-Modell ganz stark spezifischer gestalten, ganz stark lenken in die Richtung, die ich es haben will. Und wir sagen dazu immer, dass einfach der Unterschied zwischen uns ist. Und andere Firmen, als andere Firmen, betrachten die KI als so eine Art Öltanker. Riesengroß, viele Daten sind notwendig, viel Energie ist notwendig und ich weiß eigentlich nicht, wer das Boot wirklich steuert. Und wir hingegen machen so viele kleine einzelne Segelboote. Und diese Segelboote brauchen sehr wenig Daten, brauchen sehr wenig Energie und ich kann es entweder alleine oder mit meinem Team ganz gezielt steuern, wo ich es hinhaben will.
Yvonne
Wir haben ja jetzt Anfang November 2025 und ich habe unter anderem auch gelesen, dass ihr plant bis Ende 2025, 50 Datenbanken anzubinden. Welche neuen Möglichkeiten würde das schaffen bzw. ist es möglich bis Ende 2025?
Mateo
Es schafft neue Möglichkeiten im Sinne von, ich kann nicht nur Patente analysieren, sondern ich kann zum Beispiel auch wissenschaftliche Publikationen analysieren. Und zwar im Bereich zum Beispiel Electrical Engineering oder Mechanical Engineering oder was ganz was anderes. Auch zum Beispiel medizinische Themen. biologische, biotechnologische Themen. Also alles, alles technische, technologische Wissen kann ich dann über eine zentrale Plattform auf das zugreifen. Sind wir schon wirklich dort, dass wir alle 50 integriert haben? Nein, also das ist einfach so ein schrittweiser Prozess. Wir schauen uns da und dort immer an, was brauchen unsere aktuellen Kunden, was brauchen die User, Wohin muss ich nur hingehen? Muss ich zusätzlich noch was integrieren? Und das heißt, da sind wir vielleicht bis Ende 2025 noch nicht dort, dass wir alle diese 50 integriert haben. Aber wir sind auf jeden Fall schon auf dem Weg dorthin und planen das jetzt so bis circa am Ende Q1-2026 zu integrieren. und haben aber auf der anderen Seite noch zusätzliche Features integriert in unserer Softwareplattform, die einfach nachgefragt wurden.
Yvonne
Habt ihr irgendwie so ein Übersetzungsprogramm auch, damit ich mir in meiner eigenen Muttersprache genau durchlesen kann, was steht jetzt in dem portugiesischen Patent drinnen?
Mateo
Ja, genau, das haben wir integriert. Das heißt, ich bin da komplett sprachenunabhängig. Wir fügen auch zum Beispiel an, ist es eine offizielle Übersetzung oder ist es zum Beispiel über Google Translate oder DeepL erstellt worden, die maschinelle Übersetzung. So kann er dann immer wissen, wie stark kann er denn diesem Content vertrauen. Aber ja, man kann zu jedem einzelnen Patent, das dann gefunden wird, kann man dann auch zum Beispiel hat man so einen eigenen Chatbot. Das heißt, die kann jedes einzelne Patent befragen, ich kann es zusammenfassen lassen, ich kann es einfacher darstellen, ich kann es übersetzen lassen. Ich kann da einfach ganz normal interagieren. Das sind dann wie gesagt Sprachmodelle und es werden alle Sachen standardmäßig ins Englische übersetzt.
Yvonne
Wo seht ihr euch selbst in fünf Jahren?
Mateo
Also wir haben natürlich Pläne, wo wir hingehen wollen. Wir wollen ein Schritt näher unserer Mission sein, einfach den weltweiten technologischen Fortschritt maßgeblich mitzugestalten, zu beschleunigen.
Yvonne
Kann man überhaupt im technologischen Bereich 5 Jahre im Voraus planen, weil ich mein, es ändert sich ja immer der Markt, es ändert sich alles, man muss wahrscheinlich immer auf dem Laufenden sein. Das heißt, man weiß im Grunde nie, wie schaut es in 2 Jahren aus, wie schaut es in 3 Jahren aus?
Mateo
Was wir immer versuchen, ist folgendes: Wir setzen uns Eckpunkte, die für uns ganz starr sind und diese Eckpunkte versuchen wir dann mit Details zu füllen. Diese Details, die ändern sich wirklich auf de facto täglicher Basis, vor allem in so sehr schnellen Gebieten wie zum Beispiel der künstlichen Intelligenz, der Quantentechnologie, der Blockchaintechnologie, et cetera. Und Das soll aber nicht heißen, dass diese Eckpfeiler, die wir gesetzt haben, dass die nicht gelten. Also wir haben ja diese Vision im Kopf, wir wollen uns genau dorthin entwickeln, wie dann dieses tägliche Doing oder auch vielleicht kurz oder mittelfristige Ziele sind oder Tätigkeiten, die können sie dann ändern.
Yvonne
Was war das größte Learning bis jetzt auf deiner Gründerreise?
Mateo
Punkt eins: Kommunikation. Also man muss ganz genau wissen, was man tut, wie man es kommuniziert, wie man es auch an unterschiedliche Personen oder Personengruppen kommuniziert. Fokus. Man muss sich wirklich fokussieren auf das Kundenproblem, auf die Kundengruppen, auf die Zielgruppen. Oder eben ganz spezifisch auch, mit wem spreche ich denn zum Beispiel und dann eben die Kommunikation anpassen an diese fokussierte Zielgruppe. Und Punkt Nummer drei und das ist eins definitiv der wichtigsten Sachen, sind Netzwerke. Also ich sag immer, Netzwerk führt zu Kollaboration und Kollaboration zu Innovation. Und es ist ganz wichtig, dass man sich schon frühzeitig mit Netzwerken, wie der Wirtschaftskammer, Wie den Founders St. Pölten, SmartUp, Ritzab, Ecoplus, Akzent, Land Niederösterreich. Also da gibt es so viele Netzwerke, die man einfach ganz aktiv angehen muss und nutzen muss. Und das sind vielleicht auch noch zusätzlich zu diesen drei Punkten zwei Eigenschaften, die mir einfallen. Also A. Proaktivität und B. Resilienz. Und das ist aus meiner Sicht ganz, ganz wichtig. Bei der Proaktivität einfach den Hörer in die Hand nehmen, die Leute anrufen, zu den Events gehen. Und b. Resilienz, also man hat diese schlaflosen Nächte, man hat Existenzängste, man denkt sich tagtäglich, ist es das eigentlich wert? Und da muss man immer wieder ganz klar vor Augen haben, ja, es ist es wert. Ja, ich habe eine Mission, die ich erfüllen muss.
Yvonne
Meine letzte Frage hast du eigentlich schon beantwortet, nämlich welchen Tipp du Gründern und Gründerinnen mit auf den Weg geben würdest. Hättest du vielleicht noch einen Tipp parat?
Mateo
Für jede Person, die sich Gedanken macht, sich selbstständig zu machen, unternehmerisch aktiv zu sein oder ein Startup zu gründen, ja bitte macht es unbedingt.
Yvonne
Vielen Dank für das Gespräch. Danke, dass du da warst. Es hat mich sehr gefreut.
Mateo
Vielen Dank für die Einladung und ich hoffe noch auf zahlreiche weitere Kooperationen mit der FH-Sandböten.
Folge #12 Mindful Design und Craft | Petra Wieser
In dieser Episode nehmen wir dich mit auf den Weg von Petra Wieser, die aus ihrer Begeisaterung für Design und Handwerk ihr eigenes Unterhemen gegründes hat – Mindful Design und Craft.
Petra begann ihren beruflichen Weg als Ergotherapeutin, entdeckte jedoch schon früh ihre Leidenschaft für handwerkliches Arbeiten und Design. Während ihres Studiums für Designhandwerk und Materielle Kultur an der New Design University wurde ihr klar: Sie wollte ihre eigenen Ideen umsetzen – und am liebsten in ihrem eigenen Unternehmen.
Nebenbei blieb sie zunächst im Angestelltenverhältnis, was ihr die Möglichkeit gab, erste Erfahrungen zu sammeln und sich langsam selbstständig zu machen. Ein Schlüsselmoment war ihr erster Markt während des Studiums: Dort wusste sie, dass sie ihr eigenes Unternehmen starten wollte.
Im Podcast erzählt Petra, wie sie ihre ersten designprämierten Kaffeefiltersets samt Zubehör entwickelt hat und welche Schritte sie gegangen ist, um ihre Ideen erfolgreich umzusetzen. Sie spricht darüber, wie wichtig Achtsamkeit in Design und Handwerk ist – bei der Wahl der Materialien, der Funktionalität der Objekte und im bewussten Umgang mit Umwelt und Gesellschaft.
Für Petra bedeutet achtsames Design nicht, das Rad neu zu erfinden. Vielmehr hinterfragt sie bestehende Objekte und Abläufe kritisch und setzt sie in einen zeitgemäßen Kontext.
So entstehen Objekte, die unseren Alltag bereichern und uns helfen, unser Handeln bewusster zu erleben. Hör rein und lass dich inspirieren von einer Designerin, die zeigt, dass Unternehmergeist, Kreativität und Achtsamkeit Hand in Hand gehen – und dass es möglich ist, die eigenen Ideen Schritt für Schritt zu verwirklichen.
(Intro: Oleksii Holubiev from Pixabay, Music: Tape Star by Shane Ivers)
Folge #11 Markttag St. Pölten | Schüler*innen lernen geschäftlich zu denken
In Episode 11 besuchen wir den Marktplatz in St. Pölten,wo Schüler*innen – unter anderem der Mary Ward Schule und der Grillparzer Volksschule – mit einem eigenen Marktstand vertreten sind.
Dort verkaufen sie kreative Produkte, zum Beispielselbstgemachte Traumfänger. Die Ideen für die Produkte haben die Klassen im Unterricht gesammelt und dann gemeinsam abgestimmt.
So lernen die Schüler*innen, geschäftlich zu denken underleben hautnah, was es heißt, Produkte zu entwickeln und zu verkaufen. Im Podcast erzählen sie auch, welche Zielgruppen sie im Blick haben – von Oma und Opa über die ganze Familie bis hin zu anderen Kindern.
Außerdem sprechen sie über ihre Zukunftswünsche: von derArchitektin bis hin zum Fußballer ist alles dabei.
Und wir werfen einen Blick darauf, welche weiteren Schulen am Projekt beteiligt waren und wie die Schüler*innen über Unternehmertum in der Zukunft denken. Hör rein und lass dich inspirieren von einer jungen Generation, die zeigt, dass Unternehmergeist schon in Kindern steckt – und in der Schule gefördert wird.
(Intro: Oleksii Holubiev from Pixabay, Music: Tape Star by Shane Ivers)
Folge #10 LeNapur | Karin Strubreiter & Michael Prohaska
Willkommen zur nächsten Folge unseres Podcasts “Innovationswelten!” In Episode 10 sprechen wir mit Karin Strubreiter und Michael Prohaska, den Gründer*innen von LeNapur – einem jungen Unternehmen aus St. Pölten, das nachhaltige Pflegeprodukte für besonders empfindliche Haut entwickelt.
Die Idee entstand aus einem sehr persönlichen Moment: Karins Tochter Lena hatte nach der Geburt extrem sensible Haut – und kein Produkt half wirklich. Also entwickelte Karin, Biologielehrerin und naturverbunden, kurzerhand selbst eine Lösung. Zuerst nur für die Familie – doch das Interesse wuchs schnell.
So holte sie ihren Schwager Michael Prochaska mit ins Boot. Er studierte an der FH St. Pölten und übernahm die geschäftliche Seite. Der Name war schnell gefunden: LeNapur – kurz für Lena Natur Pur.
Gemeinsam mit einem Apotheker entwickelten sie das Produkt weiter und machten es marktreif. Wichtige Unterstützung kam auch vom SMARTUP-Stipendium der FH St. Pölten, das ihnen den entscheidenden Anschub gab. Wie aus einer persönlichen Erfahrung ein nachhaltiges Unternehmen wurde, welche Hürden sie gemeistert haben – und warum sie das Thema Intimpflege enttabuisieren wollen – darüber sprechen wir in dieser Folge
Hör rein und lass dich inspirieren von zwei Menschen, die mit Natur, Wissen und Unternehmergeist echte Wirkung schaffen.
(Intro: Oleksii Holubiev from Pixabay, Music: Tape Star by Shane Ivers)
Folge #9 In-Kind | Natalia Aldana & Chieh Pan
Willkommen zur nächsten Folge unsere Podcasts “Innovationswelten”! In Episode 9 begrüßen wir gleich zwei beeindruckende Gründerinnen: Natalia und Chieh – die Köpfe hinter In-Kind, einer Plattform, die mehr ist als nur ein digitaler Ort des Austauschs.
In-Kind verbindet Menschen, soziale Einrichtungen und Organisationen – mit dem Ziel, sinnstiftende Hilfe dort zu ermöglichen, wo sie wirklich gebraucht wird. Chieh und Natalia haben ganz unterschiedliche Lebenswege hinter sich – und doch führte sie eine gemeinsame Vision zusammen: Business mit Impact.
Natalia fand in Österreich einen Neuanfang. Sie studierte Digital Business an der IMC-Krems und suchte nach einer Möglichkeit, gesellschaftlich etwas zu bewegen. Chieh hingegen kommt ursprünglich aus dem journalistischen Bereich, arbeitete als Videoanalystin – bis sie sich stärker den technischen Aspekten ihrer Arbeit und schließlich sozialen Innovationen widmete.
Eine ganz persönliche Erfahrung – ihre Zeit in einem Frauenhaus – ließ sie hautnah miterleben, wie schwer es für viele soziale Einrichtungen ist, passende Sachspenden zu koordinieren.
Diese Momente wurden zum Auslöser für In-Kind: eine digitale Lösung, die bedarfsgerechten Austausch und wirkungsvolle Hilfe möglich macht. Wie sie die Idee entwickelt haben, welche Herausforderungen es beim Aufbau der Plattform gab – und warum es ihnen wichtig ist, soziale Innovation neu zu denken – darüber sprechen wir in dieser Folge.
Hör rein und lass dich inspirieren von zwei Gründerinnen, die zeigen, wie Technologie und Empathie gemeinsam echte Veränderung bewirken können.
(Intro: Oleksii Holubiev from Pixabay, Music: Tape Star by Shane Ivers)
Folge #8 Christina Liess, The Inventress
Willkommen zur nächsten Folge unseres Podcasts “Innovationswelten”! In Episode 8 sprechen wir mit Christina Liess, der Gründerin von Loci Design – oder besser gesagt: von „The Inventress“, wie ihr Unternehmen bald offiziell heißen wird.
Christina ist selbstständige Erfinderin mit einer klaren Vision: Sie hat „Dinge“ erschaffen, die modular, einfach und schnell zu bauen sind. Modularität ist für sie nicht nur ein Konstruktionsprinzip, sondern eine echte Leidenschaft.
Aus dieser Idee heraus entstand Loci – ein kreislauffähiger Kinderspielmöbelbausatz, mit dem Kinder selbständig fantasievolle Spielewelten bauen können. Kreativität, Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit stehen dabei im Vordergrund.
Die Wurzeln ihres Unternehmens liegen in Niederösterreich, in Annaberg, doch ihre Ideen gehen weit darüber hinaus. Im Gespräch mit Christina erfahren wir mehr über die Philosophie hinter „The Inventress“, den laufenden Wandel ihres Unternehmens und ihre Motivation, immer weiter Neues zu erfinden. Hör rein und lass dich inspirieren von einer kreativen Unternehmerin, die mit Leidenschaft, Neugier und einem klaren Blick für die Zukunft Innovation erlebbar macht!
(Musik: Alex Kuimov from Pixabay)
Folge #7 Lukas Renz von HydroSolid
Willkommen zur nächsten Folge unseres Podcasts „Innovationswelten“! In dieser Episode sprechen wir mit Lukas Renz, dem Gründer von Bärnstein und HydroSolid.
Lukas ist schon früh ins Unternehmertum gestartet – sein erstes Unternehmen gründete er mit knapp 19 Jahren. Seitdem hat er viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Seine Familie kommt aus der Gastronomie, daher war Unternehmertum für ihn immer präsent. Doch sein Weg führte ihn weiter, besonders als die Corona-Pandemie neue Möglichkeiten aufzeigte.Während eines Aufenthalts in einer Hütte in Kärnten hatte er mit seinem Bruder eine Idee: eine neue Lösung zur Energiespeicherung.
So entstand HydroSolid – ein Unternehmen, das heute in Österreich für innovative Wasserstofftechnologie bekannt ist.
In dieser Folge sprechen wir über die Herausforderungen eines Gründers, die Chancen der Energiespeicherung und warum Wasserstoff für die Zukunft wichtig ist. Hör rein und lass dich von der Geschichte eines jungen Unternehmers inspirieren, der neue Wege geht und die Energiewende mitgestaltet!
(Music by Background Music For Videos @podcastbackgroundmusic)
Folge #6 Verena Judmayer von Circularful
Willkommen zur 6. Folge unseres Podcasts “Innovationswelten” – der zweiten Ausgabe im Jahr 2025!
Heute zu Gast ist Verena Judmayer, Geschäftsführerin der Circularful GmbH, einem Unternehmen, das mit innovativen Lösungen die Kreislaufwirtschaft in der Matratzenbranche revolutioniert.
Circularful wurde 2022 gegründet und entwickelt 100 % recycelbare Matratzen aus Monomaterialien – nachhaltig vom Design bis zur Rücknahme. Flexibel finanzierbar, auch zur Miete, bieten sie umweltfreundlichen Schlafkomfort für Hotels und Privatpersonen.
In dieser Folge erfährst du, wie Circularful die Matratzenindustrie neu denkt und warum Kreislaufwirtschaft der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg ist. Entdecke, wie du dir deine eigene MATR-Matratze sichern kannst.
Schließe dich der Mission von Circularful an, hör rein und lass dich inspirieren!
(Musik: Oleksii Kaplunskyi from Pixabay)
Folge #5 Markus Keiblinger von Texterous
Willkommen zur fünften Folge unseres Podcasts „Innovationswelten“ – der ersten Ausgabe im Jahr 2025! Heute zu Gast ist Markus Keiblinger, Co-Founder von Texterous, einem Beratungsunternehmen, das Unternehmen hilft, Künstliche Intelligenz (KI) erfolgreich in ihre Prozesse zu integrieren. Bereits während seines Studiums entschloss sich Markus, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen und sein Weg führte zum Unternehmen Texterous.
Texterous verfolgt das Motto: „We build the business software of tomorrow.“ Ihr Ziel ist es, Unternehmen zu zeigen, wie Künstliche Intelligenz ihre Geschäftsprozesse transformieren kann, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Markus und sein Team bieten praxisorientierte, ergebnisgetrieben Lösungen, die mit einer „Hands-on-Mentalität“ umgesetzt werden.
In dieser Folge erfährst du, wie KI Verkaufsprozesse und Geschäftsbereiche optimiert und warum innovative Technologien Unternehmen langfristig erfolgreicher machen.
Hör rein und lass dich inspirieren!
(Musik: Alex Kuimov from Pixabay)
Folge #4 Sabine Schwenninger von Graphic Datastory
Willkommen zur vierten Folge unseres Podcasts „Innovationswelten“! Heute zu Gast ist Sabine Schwenninger, Gründerin von Graphic Datastory – einem Beratungsunternehmen für Datastorytelling.
Sabine hilft Unternehmen, ihre Daten so darzustellen, dass sie verstanden werden. Sie teilt Einblicke, wie man Informationen effektiv präsentiert – sei es, um die Geschäftsleitung zu überzeugen oder datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Mit automatisierten Dashboards können Sie zum Beispiel morgens direkt den Umsatz überblicken oder erkennen, wenn etwas außergewöhnlich läuft. Sabine beschreibt das mit dem Bild eines Fieberthermometers: Sie sehen „Fieber“ und gehen dann zum Analysten, um herauszufinden, was passiert ist und welche Schritte einzuleiten sind.
Sabine gehört zu einer kleinen Gruppe von Expert*innen im deutschsprachigen Raum, die sich auf Datastorytelling spezialisiert haben – eine Disziplin, die technisches Verständnis, kreatives Gespür und analytisches Denken verlangt.
Mehr darüber erfährst du in dieser Folge. Es gibt viel zu entdecken! Hör rein und lass dich inspirieren.
(Musik: Copyright Free Music – Background Music For Videos @podcastbackgroundmusic)
Folge #3 Lukas Snizek von QuickSpeech
Willkommen zum dritten Teil unseres Podcasts „Innovationswelten“! Heute zu Gast ist Lukas Snizek, CEO & Founder von QuickSpeech, der innovativen Microlearning-Plattform, die automatisch zur täglichen Weiterentwicklung motiviert und Gründer von Mentoring by Snizek
Lukas möchte mit seinen Gründungen etwas „machen“, wovon andere einen Nutzen haben – und im Interview erfährst du mehr über seinen Werdegang nach dem Abschluss an der FH St. Pölten und Absolvierungdes Creative Pre-Incubator an der FH St. Pölten sowie über seine Workshops zu Vertriebsaufbau, Teamführung und mentaler Stärke.
Mit Unterstützung von: DMH, DIH-OST, AWS, St. Pölten, FH St. Pölten
(Musik: Alex Kuimov from Pixabay)
Folge #2 Susanne Schwarzl von myFODmap
Willkommen zur vierten Folge unseres Podcasts „Innovationswelten“! Heute zu Gast ist Sabine Schwenninger, Gründerin von Graphic Datastory – einem Beratungsunternehmen für Datastorytelling.
Sabine hilft Unternehmen, ihre Daten so darzustellen, dass sie verstanden werden. Sie teilt Einblicke, wie man Informationen effektiv präsentiert – sei es, um die Geschäftsleitung zu überzeugen oder datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Mit automatisierten Dashboards können Sie zum Beispiel morgens direkt den Umsatz überblicken oder erkennen, wenn etwas außergewöhnlich läuft. Sabine beschreibt das mit dem Bild eines Fieberthermometers: Sie sehen „Fieber“ und gehen dann zum Analysten, um herauszufinden, was passiert ist und welche Schritte einzuleiten sind.
Sabine gehört zu einer kleinen Gruppe von Expert*innen im deutschsprachigen Raum, die sich auf Datastorytelling spezialisiert haben – eine Disziplin, die technisches Verständnis, kreatives Gespür und analytisches Denken verlangt.
Mehr darüber erfährst du in dieser Folge. Es gibt viel zu entdecken! Hör rein und lass dich inspirieren.
(Musik: Copyright Free Music – Background Music For Videos @podcastbackgroundmusic)
Folge #1 Valentin Jäch & Team von deckweiss
Deckweiss fokussiert sich auf die Entwicklung digitaler Produktlösungen für Unternehmen und Start-Ups. In unserer ersten Folge reden wir mit Valentin Jäch, Co-Founder von deckweiss über seine Erfahrungen mit dem Gründen eines eigenen Unternehmens und auf was man dabei Acht geben sollte.
(Musik: Oleksii Kaplunskyi from Pixabay)
Innovationswelten wird unterstützt von
(Intro Music: Oleksii Holubiev from Pixabay)




